Armin Strohmeyr (Hg.), Adrienne Thomas

Ein Fenster am East River

Roman aus dem New Yorker Exil

2022, 368 Seiten, 12,5 x 20,5 cm
gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-87800-162-1


New York, 1943/44: Die junge Tschechin Anna Martinek, aus einer angesehenen mährischen Familie stammend, arbeitet als Telefonistin in einer Reklamefirma. Anonymität und Vielvölkergemisch, Glanz und Elend, Kampf ums Dasein und unbeschwerte Heiterkeit: Die Stadt am East River mit der eindrucksvollen Skyline zeigt Anna all ihre Gesichter, mutet ihr auch nicht wenig zu. Doch zunehmend fasst die junge Frau Fuß, findet Freunde, verliebt sich in den Arzt Tom Sörensen, heiratet ihn gar. Durch Zufall trifft Anna den Geigenvirtuosen Jürgen Niederode wieder, der ihr einst bei der Flucht aus Deutschland half, mit dem sie eine Liaison hatte und der nun auf Konzertreise ist. Erneut verfällt sie seinem Charme. Unterdessen wird Annas Mann zur Army eingezogen, der D-Day steht vor der Tür ...


  • Die Geschichte einer weiblichen Emanzipation, einer Bewährungsprobe in der Fremde und einer Entscheidung aus Liebe.
  • Lange verschollen und nun wiederentdeckt: ein Roman aus dem New Yorker Exil in erweiterter deutscher Erstausgabe.
  • Ein Plädoyer der Hoffnung in dramatischen Zeiten.
  • Von der Autorin des Bestsellers „Die Katrin wird Soldat“, mit dem Adrienne Thomas 1930 weltberühmt wurde und zum "weiblichen Erich Maria Remarque" avancierte.


Armin Strohmeyr

Armin Strohmeyr, Dr. phil., geb. 1966 in Augsburg, lebt als freier Autor und Publizist in Berlin. Er veröffentlichte Biografien u.a. über Klaus und Erika Mann, Annette Kolb und George Sand, außerdem verschiedene Porträtsammlungen, etwa über die Frauen der Brentanos. Darüber hinaus ist er Herausgeber mehrerer Lyrik-Anthologien sowie der Werke des expressionistischen Lyrikers Oskar Schürer und der jüdischen Dichterin Hedwig Lachmann.

Adrienne Thomas

Adrienne Thomas (1897-1980) wächst in einer jüdischen Familie im Elsass auf, meldet sich 1914 freiwillig als Rotkreuzhelferin und wird angesichts des Kriegsgrauens zur glühenden Pazifistin. Nach einer Gesangs- und Schauspielausbildung beginnt sie journalistisch zu arbeiten, veröffentlicht 1930 ihren Antikriegsroman „Die Katrin wird Soldat“, der ein vielfach übersetzter Bestseller wird. 1933 werden ihre Bücher verboten und verbrannt. Sie emigriert, erst in die Schweiz, dann nach Wien. Verfolgung und Flucht setzen sich fort. Nach Internierung in einem Lager und erneuter Flucht kann sie in die USA entkommen. 1947 kehrt sie nach Wien zurück, schreibt weiter, ohne an frühere Erfolge anknüpfen zu können.

24,00 € inkl. MwSt.

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