Armin Strohmeyr (Hg.), Luise Straus-Ernst

Zauberkreis Paris

Roman aus dem Exil

2022, 200 Seiten, 12,5 x 20,5 cm
gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-87800-157-7


Luise Straus-Ernst, Künstlermuse, Autorin und vom Maler Max Ernst geschieden, erhält 1934 von einer Pariser Emigrantenzeitung den Auftrag für "Zauberkreis Paris": Temporeich erzählt dieser autobiografisch grundierte Roman das Schicksal eines Paares, das unter dem Druck der NS-Verhältnisse auseinandergerissen wird. Während Peter ins Exil nach Paris geht, schlägt sich Ulla in ihrer Heimat durch. Als sie ihrem Freund dann doch in die französische Metropole folgt, muss sie erkennen, dass er eine Affäre mit der geheimnisvollen Russin Borja hat und ihre Liebe zerbrochen ist. Am Ende gerät Peter in einen Strudel krimineller Machenschaften, wohingegen es Ulla gelingt, sich neu zu erfinden … Ein einzigartiges Plädoyer gegen den Ungeist und die Mutlosigkeit, zugleich für den Glauben an die Zukunft.


  • Eine literarische Entdeckung (Trouvaille) aus den 1930er-Jahren in deutscher Erstveröffentlichung.
  • Der Roman einer desillusionierten Liebe und einer weiblichen Emanzipation – und: eine Liebeserklärung an Paris.
  • Eine der ersten literarischen Auseinandersetzungen mit dem Thema „Leben im Pariser Exil“ – mit vielen autobiografischen Bezügen und von zeithistorischem Wert.


Armin Strohmeyr

Armin Strohmeyr, Dr. phil., geb. 1966 in Augsburg, lebt als freier Autor und Publizist in Berlin. Er veröffentlichte Biografien u.a. über Klaus und Erika Mann, Annette Kolb und George Sand, außerdem verschiedene Porträtsammlungen, etwa über die Frauen der Brentanos. Darüber hinaus ist er Herausgeber mehrerer Lyrik-Anthologien sowie der Werke des expressionistischen Lyrikers Oskar Schürer und der jüdischen Dichterin Hedwig Lachmann.

Luise Straus-Ernst

Luise „Lou“ Straus-Ernst (*1893) stammte aus einer jüdischen Fabrikantenfamilie. Die promovierte Kunsthistorikerin wurde Muse der Kölner Dadaisten und später der Pariser Surrealisten. Nach ihrer Scheidung vom Maler und Bildhauer Max Ernst 1925 entdeckte Luise ihre Leidenschaft für das Schreiben von Feuilletons, Reportagen, Erzählungen. 1933 ging sie ins Pariser Exil. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie unter Repressionen in Südfrankreich. Im April 1944 wurde Luise verhaftet, deportiert und Anfang Juli in Auschwitz ermordet.


Pressestimmen:

"Das hervorragende Nachwort von Armin Strohmeyr ordnet den Roman, dessen Duktus anfangs ungewohnt ist, ein, erläutert Fiktion und Wirklichkeit – und schreibt die Geschichte von Luise Straus-Ernst fort."
meinfrankreich.com / Lesetipps, frankophile Bücherperlen

"Ein zeitgeschichtliches Dokument mit feministischer Note, das zugleich als Liebeserklärung an Paris fungiert."
Frankreich-Magazin

"Das lesenswerte Buch ist ein einzigartiges Plädoyer gegen den Ungeist und die Mutlosigkeit, zugleich für den Glauben an die Zukunft. (...) [Dem Herausgeber, Armin Strohmeyr,] gelang hier eine wahre literarische Entdeckung (...)"
magazin-frankfurt.com

" (...) jetzt endlich ist der 'Zauberkreis Paris' einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Er entwirft nicht nur ein Bild der deutsche Emigration in Paris, sondern trägt auch dazu bei, die Erinnerung an Luise Straus-Ernst, diese außerordentliche Frau, wachzuhalten, in deren Leben und Tod sich ein tragisches Stück deutscher Geschichte spiegelt: Vom kulturellen Aufbruch der 1920-er Jahre hin zum Zivilisationsbruch des nationalsozialistischen Deutschlands. Beides hat sie intensiv gelebt und erlitten."
paris-blog.org / Wolf Jäckel

20,00 € inkl. MwSt.

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