Martin Gumpert

Hölle im Paradies

Erinnerungen an die Welt von gestern. Mit einem Nachwort von Manfred Bosch

2018, 272 Seiten, 12,5 x 20,5 cm
Hardcover
ISBN 978-3-87800-118-8


„Hölle im Paradies“, 1939 abgeschlossen, ist mehr als eine Autobiografie. Denn Martin Gumpert, 1897 als Sohn eines jüdischen Arztes geboren, durchlebt und erleidet das Schicksal seiner Generation und seines Glaubens. Schon als Schüler entdeckt er seine Liebe zum Schreiben. Nach der Machtübernahme durch das NS-Regime an der Ausübung des Arztberufs gehindert, flieht Gumpert ganz in die Literatur, bis er 1936 in die USA emigriert. Seine bewegte Lebensgeschichte verortet der Art und Schriftsteller eindrucksvoll im politischen, geistigen, sozialen Kontext der Zeit. Sie ist gleichsam ein Abschied Gumperts von Deutschland und von Europa, nicht aber von seiner Liebe zur Heimat, zur deutschen Sprache, zur europäischen Kultur. Die eindringliche Lebensbeschreibung eines liberal gesinnten Zeitzeugen.


  • Erweiterte Neuausgabe der Autobiografie Martin Gumperts als ausdrucksstarker Bericht über „die Welt von gestern“.
  • Eindringliche Lebensbeschreibung eines Mannes humanistischer Gesinnung, der das Schicksal seiner Generation und seines Glaubens durchlebt.
  • Titel in der Reihe „Südverlag bibliophil“: literarisch wertvoll und mit ansprechender Ästhetik.


Martin Gumpert

Martin Gumpert (1897–1955) war jüdischer Arzt und Schriftsteller und stammte aus einer großbürgerlich-liberalen Familie. Im Zuge der Repressionen durch das NS-Regime entschied er sich für die Emigration und verließ Deutschland im Jahr 1936. Gumpert siedelte nach New York über. Hier traf er sich mit deutschen Exil-Autoren – darunter Klaus und Erika Mann. Eine enge Freundschaft verband Gumpert auch mit Thomas Mann.


Pressestimmen:

„[…] das beeindruckende Zeugnis eines säkularen, patriotischen, gebildeten und sozial engagierten jüdischen Lebens in Berlin. [Gumpert] versteht es, Menschen und Situationen in ein, zwei Sätzen treffend zu charakterisieren. Besonders beeindruckend ist seine Fähigkeit, jedem Gegenüber Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, ohne auf klare Urteile zu verzichten.“
Der Tagesspiegel

"(…) ein sehr aufmerksamer, sehr analytischer Bericht eines Mannes, der dabei war (…) Dass der Südverlag das Buch [neu herausbringt, ist] wie ein kluger, nachdenklicher Kommentar zu einer Gegenwart, die sich, ganz ähnlich wie vor 90 Jahren, von Kräften treiben lässt, die eine offene, kosmopolitische Welt aus ganzem Herzen verachten."
Leipziger Internet-Zeitung

"(…) ein wertvolles Zeitdokument mit dem Porträt eines außergewöhnlichen Mannes, der die eigene Existenz im Spiegel der damaligen Weltlage literarisch prägnant zu fassen verstand."
Kundenrezension von Michael Lausberg

"Die Aufzeichnungen des 1955 Verstorbenen sind ein eindrucksvolles Zeitdokument, sachlich geschrieben und doch nicht frei von Emotionen. Der integrierte US-Bürger trauert lebenslang um den Verlust der deutschen Sprache, der europäischen Kultur. Doch er kommt zur Einsicht: 'Der Mensch erträgt zumeist, was ihm unerträglich erscheint.'“
Frau und Kultur

20,00 € inkl. MwSt.

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